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Maisfeld

Maisfeld 27 Tage später...

Autor: Jochen Binikowski

Stand: 2.10.2008

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Nachwachsende Rohstoffe

Der Stand der Dinge

In der örtlichen Landwirtschaft fallen riesige Mengen Biomasse an, die normalerweise auf den Feldern verbrannt wird und daher für extrem billig zu bekommen ist. Dabei geht es hauptsächlich um Reishülsen, Reisstroh und Maispflanzen.

Die beiden Fotos links belegen sehr deutlich, wie schnell unter tropischen Bedingungen Pflanzen wachsen können. Zwischen den Aufnahmen liegen genau 27 Tage, der Mais ist inzwischen ca. 1.60 Meter hoch.

Es gibt Baumarten (lokaler Name "Ipel-Ipel"), die nach 8 bis 10 Jahren die optimale Größe von ca. 8 Meter Stammhöhe und ca. 30 cm Stammdurchmesser erreichen.

Das Holz ist sehr hart und hat einen hohen Brennwert, es wird z.Z. noch vornehmlich zur Holzkohlegewinnung und Feuerholz verwendet. Da sich im Zentrum des Stammes ein Kern aus weicherem Holz befindet, ist es für Möbel- und Bauzwecke nicht besonders gut geeignet. Die Blätter und Samenschoten sind als Viehfutter bestens geeignet und die Bäume wachsen ohne jede menschliche Unterstützung von alleine, sozusagen wie Unkraut.

Solange die Baumkronen noch nicht geschlossen sind, könnten zwischen den Bäumen u.a. Gemüsesorten gepflanzt werden, die auf Halbschatten und Windschutz angewiesen sind.

Bambus ist eine der am erfolgversprechensten Energiepflanzen. Unter günstigen Bedingungen können manche Sorten bis zu 600 Tonnen Zuwachs pro Hektar und Jahr erreichen.

Wenn die Bäume so hoch sind, dass die Baumkronen geschlossen und der Boden vollständig beschattet ist, könnte man dort u.a. Schweine-Freilandhaltung betreiben. Das hätte große Einsparungen an Futter zur Folge, weil die herunterfallenden Blätter und Schoten einen Teil der Nahrung darstellen.

Wenn am Ende die Bäume zur direkten Energiegewinnung z.B. durch Verbrennung im Holzkraftwerk verwendet werden, geht zwar das gespeicherte CO2 wieder in die Atmosphäre zurück, es entsteht aber vermutlich dennoch ein positiver CO2-Effekt:

  1. Wenn mit der Verbrennung fossile Energieträger ersetzt werden.
  2. Wenn für die Plantagen Brachflächen genutzt werden.
  3. Wenn die bei der Verbrennung entstehenden CO2-Emissionen teilweise gefiltert werden.
  4. Wenn die bei der Verbrennung entstehende Asche als Dünger oder Baustoffe (Zement-Ersatz) genutzt wird.

Neben dem Ipel-Ipel stellt auch der Neem-Baum aus Indien ein großes Potential dar, weil hier aus den Blättern und Samen zusätzlich mit einfachsten Methoden noch hochwirksame biologische Pestizide und Medikamente hergestellt werden können. Der Neem-Baum ist ebenfalls schnellwachsendes Hartholz. Anfang Dezember 2008 werden wir einige Kilo keimfähige Samen bekommen.